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Maciste in der Gewalt des Tyrannen

Frankreich | Italien, 1961

Originaltitel:

Maciste alla corte del Gran Khan

Alternativtitel:

Guerrilheiros do Gran Khan (BRA)

Die wilden Horden des Dschingis Khan (BRD)

Maciste - Der Felsgeborene (BRD)

Den grusomme Khan (DNK)

Maciste en la corte del gran Khan (ESP)

Maciste ja Idän prinsessa (FIN)

Kublai Khan et le Géant de Mongolie (FRA)

Le Géant à la cour de Kublai Khan (FRA)

Samson and the 7 Miracles (GBR)

Sanson y los Siete Milagros (MEX)

Maciste i tyrannens våld (SWE)

Masistin İntikamı (TUR)

Samson and the 7 Miracles of the World (USA)

Deutsche Erstaufführung:

23. März 1962

Regisseur:

Riccardo Freda

Inhalt

Nachdem der chinesische Kaiser die Mongolen zu Hilfe gerufen hat, damit diese ihn vor den Tartarenhorden schützen, wird er von dessen Khan Garak (Leonardo Severini) ermordet. Vorgeblich, um die Geschäfte des Reiches für die Kinder des Kaisers zu regeln, übernimmt Garak vorläufig die Herrschaft.

 

Doch als Prinzessin Lei-ling (Yoko Tani) und Prinz Tai Sung sich dem Erwachsenenalter nähern, sollen auch sie ermordet werden. Doch zum Glück ist da noch Maciste (Gordon Scott), der mithilfe eines buddhistischen Mönches und des Widerstandskämpfers Cho den Kampf aufnimmt.

 

Als Garak den Plan fasst, die Herrschaft über das chinesische Reich durch eine erzwungene Heirat der Prinzessin zu erlangen, fällt ihm auch noch seine Geliebte Liu Tai (Hélène Chanel) in den Rücken. Sein Schicksal ist besiegelt.

Review

Riccardo Fredas MACISTE IN DER GEWALT DES TYRANNEN genießt allgemein einen recht guten Ruf. Er ist in den Hauptrollen recht gut besetzt, und dank der Tatsache, dass er sich die halbwegs aufwändigen Kulissen und Kostüme mit der Produktion MARCO POLO (Hugo Fregonese, Piero Pierotti, 1962) teilen konnte. Ich sehe das leider anders.

 

MACISTE IN DER GEWALT DES TYRANNEN ist deutlich schwächer als Fredas hervorragender Nachfolger MACISTE, RÄCHER DER VERDAMMTEN (Maciste all'inferno, 1962). Das Tempo ist behäbig, und auch wenn die Schauspielkünste vom Maciste-Darsteller des Folgefilms, Kirk Morris, gelegentliches Schmunzeln hervorrufen, ist Gordon Scotts starres Agieren dagegen eine Qual. Warum Riccardo Freda einige einzelne unbedeutende Handlungen der Darsteller schier endlos lange streckt, ist ein Rätsel. Zum behäbigen Gesamtbild trägt zudem die pseudo-orientalisch angehachte Musik Carlo Innocenzi, der sich hier wirklich nicht mit Ruhm bekleckert.

 

Aus MARCO POLO übernahm man Hauptdarstellerin Yoko Tani, die im selben Drehjahr in dem gleichsam schwachen HÖLLENSCHLACHT DER TARTAREN (Ursus e la ragazza tartara, 1961) von Remigio Del Grosso zu sehen war. Amüsant ist dagegen, wie die größtenteils italienisch aussehenden Chinesen der Handlung ganz brav den hochgewachsenen Maciste-Hünen im knallroten Lendenschurz ignorieren.

 

Hélène Chanel als Khan-Geliebte Liu tai ist dagegen wunderschön anzusehen und spielt Yoko Tani mit links an die Wand. Und alle anderen auch. Ich mag Pepla, auch schlechte Pepla, aber dieser hier war wirklich ein zähflüssiges Vergnügen.

 

In der US-Fassung hat man aus Maciste einen Samson gemacht und die Musik durch Tracks von Les Baxter ersetzt.

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