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Shakka - Bestie der Tiefe

Italien, 1990

Originaltitel:

Sangue negli abissi

Alternativtitel:

Tiburón: Duelo a muerte (ESP)

Sharks (JPN)

Tiburones (MEX)

Justiça Sangrenta (PRT)

Deep Blood (USA)

Kamera:

Joe D'Amato

Inhalt

Als Kinder haben Ben (Keith Kelsch) und seine einzigen drei Freunde Blutsbrüderschaft geschlossen, während ein Obdachloser, der sich als Indianer ausgibt, ihnen was von einer Bestie aus der Tiefe erzählt, die ganze Dörfer vernichten kann.

 

Ein paar Jahre später sind Ben und Blutsbrüder von Vaterkonflikten geplagt, denen sich nur einer von ihnen entziehen kann, indem er sich von einem Hai fressen lässt. Die übrigen Drei schwören Rache und wollen das Biest zur Strecke bringen.

Review

DON’T MAKE IT COMPLICATED, IT’S JUST A FISH!“

 

Nach der furiosen Ankündigung des Indianers von einer Bestie, die ganze Dörfer ausrotten kann, kommt der kleine Haifisch, mit dem es die Protagonisten zu tun bekommen, freilich enttäuschend daher. Seine Opfer versinken in Lachen von Filmblut, welches die Wellen des Ozeans pink verfärbt. Das Fischchen selbst besteht aus Archivmaterial von National Geographic und wenigen Einstellungen aus Enzo G. Castellaris THE LAST JAWS – DER WEISSE KILLER (L'ultimo squalo, 1981), welches selbst Bruno Mattei in THE BEAST – UNHEIMLICHE TIEFE (Cruel Jaws, 1995) besser verbraten hat.

 

SHAKKA – BESTIE DER TIEFE war eine preiswerte Filmirage-Produktion, die zunächst von Raffaele Donato begonnen, dann aber von Joe D’Amato vollendet wurde, nachdem Donato sich angeblich als der Aufgabe nicht gewachsen zeigte. Dies muss sich innerhalb von nur wenigen Tagen abgespielt haben, denn länger als 10 Tage dauerten die Dreharbeiten an der Küste von Florida nicht. Abgesehen vom finalen Editing mit Einfügen des Archivmaterials wurden zusätzlich Unterwasserszenen im tyrrhenischen Meer und (im Film gut als solches erkennbar) einem Aquarium in New Orleans nachgedreht.

 

Die Handlung ist sperrig, die Inszenierung stählern, die jüngeren Darsteller weitgehend unbekannt. Lediglich in den Rollen von Bens Eltern finden sich zwei bekanntere Gesichter, bzw. Stimmen, das real-life Ehepaar Charlie Brill und Mitzi McCall, welche neben einigen Auftritten in TV-Serien auch oft als Dubbing-Duo für Zeichentrickserien engagiert wurden. Mitzi McCall ist etwa als Originalstimme von Penny in THE PEBBLES AND BAMM-BAMM SHOW zu hören.

 

Die Filmmusik sollte eigentlich von Nico Fidenco komponiert werden, der dann aber ablehnte, weil ihm die vertraglichen Konditionen nicht zusagten. Vermutlich stand D’Amato mal wieder auf dem Geldhahn. Ersetzt wurde er von Carlo Maria Cordio, der neben neu komponierten Tracks auch Altbekanntes einbaute, so Stücke aus KILLING BIRDS (Killing Birds - Uccelli assassini, 1987) und Umberto Lenzis HITCHER IN THE DARK (Paura nel buio, 1989) mit Andy Milligan-Entdeckung Joe Balogh.

 

SHAKKA – BESTIE DER TIEFE lief 1989 tatsächlich in italienischen Kinos, wurde von Kritik und Publikum jedoch weitgehend ignoriert. Dafür gelang der Verkauf in zahlreiche Länder für den Heimvideo-Markt. Man kann sich den Film durchaus zu Gemüte führen, sofern man über zähes Sitzfleisch verfügt.

Veröffentlichungen

Kürzlich erschien SHAKKA – BESTIE DER TIEFE von X-Rated als Mediabook. Im Gegensatz zur US-Blu-ray von Severin Films (die zudem Region A ist) enthält diese auch etwas Bonusmaterial mit Interviews und Hintergründen zum Film.

Links

OFDb

IMDb

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